Thema "Hochwasser"


STAND März 2026:

Zeitplan für den Unterlauf: Baustart ist für Q3 2026 geplant
Für den stark betroffenen Unterlauf (insbesondere den Abschnitt von Atzenbrugg bis zur Mündung in die Donau) ist der Fahrplan nun streng getaktet:
Bis Februar 2026 liefen umfangreiche Rammkern-Sondierungen. Dabei wurde tief in die Erde gebohrt, um die genaue Beschaffenheit und Stabilität der bestehenden Dämme zu erfassen. Zudem wurden Kriegsmittelerkundungen (Suche nach Fliegerbomben) und Neuvermessungen durchgeführt.

  • 1. Quartal 2026: Aktuell läuft auf Basis dieser Bodengutachten die Ausschreibung für die Detailplanung.
  • 2. Quartal 2026: Ausschreibung der großen Erd- und Baumeisterarbeiten.
  • 3. Quartal 2026: Der offizielle Startschuss für die großen Bauarbeiten an den Dämmen.

Neuigkeiten zum Oberlauf: Gefahrenzonenplanung läuft
Es wurde in den offiziellen Berichten bestätigt, dass das Land nun die Gefahrenzonenplanung für das gesamte Einzugsgebiet der Perschling (also explizit auch den Oberlauf!) gestartet hat. Das Ziel ist es, das Risiko im gesamten Flusssystem einheitlich zu erfassen, damit die Gemeinden im Oberlauf künftig abgestimmte Retentionsbecken planen können, die den Unterlauf entlasten.


Aktueller Projektstand
Der Wasserverband Perschling-Unterlauf beriet kürzlich über den aktuellen Projektstand beim Ausbau des Hochwasserschutzes entlang der Perschling. Die laufenden Arbeiten und neu gestarteten Planungsschritte zeigen deutlich: Gemeinden, Land Niederösterreich, Bund, Fachleute und Planungsbüros arbeiten intensiv und konsequent daran, den Schutz der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.

 

> Den gesamten Artikel finden Sie auf der Homepage der Marktgemeinde Atzenbrugg.


Landesregierung beschließt finanzielle Unterstützung für

Ausbau des Hochwasserschutzes an der Perschling

LH-Stv. Pernkopf: Umfangreiche Vorarbeiten für das bewilligte Hochwasserschutzprojekt laufen bereits

Für den Ausbau des Hochwasserschutzes entlang der Perschling hat die NÖ Landesregierung nun eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von sechs Millionen Euro beschlossen, weitere sechs Millionen Euro stehen vor der Genehmigung durch den Bund. Der Perschling-Unterlauf-Wasserverband wird drei Millionen Euro der Gesamtinvestition von 15 Millionen Euro übernehmen.

„Umfangreiche Vorarbeiten für das bewilligte Hochwasserschutzprojekt laufen bereits, jetzt folgen die weiteren notwendigen Schritte. Alle Beteiligten – Gemeinden, Land NÖ, Bund, Fachleute und Planungsbüros – ziehen an einem Strang, um im Interesse der Bevölkerung möglichst rasch den bestmöglichen Schutz sicherzustellen“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und der zuständige Verbandsobmann Rudolf Friewald.

Das Projekt beinhaltet einerseits die Anpassung der rechts- und linksufrigen Dämme im Unterlauf der Perschling - konkret im Bereich Atzenbrugg bis zur Einmündung in die Donau - an den heutigen Stand der Technik, als auch die Herstellung der Fischpassierbarkeit in diesem Bereich. Durch diese Maßnahme werden in den Gemeinden Zwentendorf, Atzenbrugg, Langenrohr und Michelhausen Liegenschaften, Betriebe und Infrastruktureinrichtungen vor 100-jährlichen Überflutungen geschützt.

 

Aktuell wird mit Hochdruck an den für die bauliche Umsetzung notwendigen Vorarbeiten gearbeitet. Um diese Projektphase möglichst effizient und straff zu gestalten, wurden vom zuständigen Perschling-Unterlauf Wasserverband Anfang des Jahres 2025 Ziviltechniker mit der Projektsteuerung beauftragt. Seither wurden detaillierte Vermessungen, Kriegsmittelerkundungen und geotechnische Begutachtungen veranlasst.

 

Noch bis Februar 2026 laufen die Rammkern-Sondierungen, um die Beschaffenheit der bestehenden Dämme detailliert zu erfassen. Vorgezogen und bereits umgesetzt wurde der Projektabschnitt im Bereich der Langermühle. Auch im Bereich der alten Perschling wurden bereits Maßnahmen gesetzt, die für die weitere Projektumsetzung essenziell sind.

 


Ein Jahr nach dem Hochwasser

Bericht auf der Homepage der Gemeinde Atzenbrugg (Auszug)

Am kommenden Montag jährt sich die größte Katastrophe, die unsere Heimatgemeinde je erlebt hat. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger mussten diese schrecklichen Ereignisse hautnah miterleben. Es ist nur allzu verständlich, dass bei starken Regenfällen noch immer Unsicherheit und Angst aufkommen. Auch ein Jahr danach stellen die Erinnerungen für viele Betroffene eine große seelische Belastung dar.

Daher sind viele Fragen berechtigt:
Wie weit ist die Sanierung des Damms bereits fortgeschritten? Welche Maßnahmen sind geplant? Und wann startet das Großprojekt - die umfassende Sanierung des Perschlingdammes?

Gemeinsam mit der Firma 3P Geotechnik wurden bereits wichtige Schritte gesetzt: Abgerutschte Böschungen wurden saniert, die Böschungsfüße gesichert und bestehende Dämme abgedichtet und neu profiliert. Bisher konnten entlang der Perschling an 144 Stellen Akutsanierungen und Spundungen durchgeführt werden - auf Grundlage modernster geologischer Berechnungen.

Als nächster Schritt ist aktuell die Ausschreibung zur Bergung von Kriegsrelikten im Gange. In unserem Gebiet wurden im Zweiten Weltkrieg rund 44.000 Bomben abgeworfen - viele Überreste sind bis heute nicht geborgen. Bevor mit weiteren Bauarbeiten begonnen werden kann, müssen diese Funde von einer darauf spezialisierten Fachfirma ordnungsgemäß geborgen werden. Der Start dieser Arbeiten ist für Mitte bis Ende Oktober geplant.

Am 18. September findet ein Koordinationstreffen mit den Verbandsobleuten der Perschlinggemeinden und Vertreter:innen des Landes Niederösterreich statt. Anfang Oktober werden wir - die Gemeinden - im Rahmen einer Verbandsbesprechung weitere Informationen erhalten, die ich selbstverständlich an Sie, geschätzte Gemeindebevölkerung, weitergeben werde.

Der offizielle Baustart für die Sanierung des Perschlingdammes ist planmäßig im Jahr 2026 vorgesehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft unser Kanalsystem, das in den letzten Monaten auf über 40 Kilometern Länge mittels Kamerabefahrung überprüft wurde. Entgegen ursprünglicher Befürchtungen befindet sich dieses in einem insgesamt guten Zustand. Natürlich wurden einzelne sanierungsbedürftige Stellen festgestellt - bei einem über 40 Jahre alten System ist das ein natürlicher Prozess. Auch hier werden wir die notwendigen Maßnahmen zeitnah ausschreiben und umsetzen.

Ein dauerhaftes Thema bleibt der hohe Grundwasserspiegel in manchen Bereichen unserer Gemeinde. Leider liegt die Senkung des Grundwasserspiegels nicht im direkten Einflussbereich der Gemeinde. Hier bedarf es einer wasserrechtlichen Genehmigung durch die zuständige Bezirkshauptmannschaft, bei der zahlreiche Faktoren geprüft werden müssen.


Weitere Berichte:

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